LESEPROBE

Häuser überall verstreut

Häuser überall verstreut
und in jedem ist ein Mensch zu sehen,
Frage - wer ist wie - mit wem vertäut,
woher kommen wir, wird man gemeinsam gehen?

Und man sieht und auch versteht die Welt,
hält den Erdenball in seiner Hand,
und für Forschung - da ist Geld,
überfliegt so leicht das ganze Land.

Hat die Speise und ein warmes Dach,
und Materie, Güter sind das Glück,
doch vergißt zu fragen, denn man ist nicht wach,
wem gab ich davon ein kleines Stück?

Solltest geben, denn Du weißt,
daß das Nehmen nicht allein - der wahre Lebenssinn,
ist es nicht so, daß das Geben schweißt
uns zusammen, ohne Reue - voll Gewinn?

Rechnen lernten wir und schreiben auch,
große Worte von Tribünen zu verkünden,
doch die Erde retten, eine Antwort drauf,
dies zu geben, dazu können wir uns nicht verbünden.

Und so leben wir das Leben leicht,
gehen Wege, die uns immer neu,
bis es selbst - ganz langsam von uns weicht,
sind dem eigenen Schicksal selbst nur treu.

Und so kommt dann irgendwann die Stund,
Wer zuerst? - der Zeiger tickt,
und der Mensch - empfindlich, bleibt von innen wund,
gut geschützt, damit man nicht - in seine Seele blickt.

© Valentina Babak




Häuser überall verstreut
Rezension